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Verlag Christoph Dohr Köln

aktualisiert
Montag, 02.01.2017 9:32

 

Sieghart Döhring

Arnold Jacobshagen

Gunther Braam (Hgg.)

Berlioz, Wagner und die Deutschen

Kongress-Bericht Bayreuth 2001

343 S., Tabellen, Register, Abb., Hardcover

ISBN 978-3-936655-05-6
EURO 49,80

"Glaub' mir, ich liebe Berlioz", schrieb Wagner 1852 an Liszt. - "Wagner ist offensichtlich verrückt", so Berlioz 1861 an seinen Sohn Louis. Zeitlebens blieben die persönlichen und künstlerischen Beziehungen zwischen Wagner und Berlioz ausgesprochen ambivalent. Von unterschiedlichen ästhetischen Ausgangspositionen aus nahmen beide künstlerische Projekte in Angriff, die über die Grenzen der Einzelkünste und der traditionellen Gattungen hinausweisen. Dank ihrer spezifischen Mehrfachbegabung als Komponisten, Literaten und Interpreten waren beide Künstler hierfür in besonderer Weise prädestiniert. Ähnlich wie Wagner wurde auch Berlioz nachhaltig durch die Musik von Gluck, Beethoven, Weber und Meyerbeer geprägt. Umgekehrt hatten Berlioz' Werke und die mit ihnen verbundene ästhetische Konzeption des Phantastischen, der von Berlioz geschaffene Typus der dramatischen Programmsymphonie sowie seine Orchestertechnik einen bedeutenden Einfluss auf die deutsche Musik im 19. Jahrhundert und darüber hinaus. Die Beiträge des vorliegenden Bandes beleuchten die Beziehungen zwischen Berlioz, Wagner und den Deutschen in ihren vielfältigen Facetten.

Die Beiträge

Berlioz und Wagner

  • David Cairns: Berlioz and Holy Germany - a Nation of Musicians
  • Frank Piontek: "Auch bin ich wahrlich nicht gleichgültig gegen ihn." Wagner und Berlioz
  • Christian Berger und Dirk-Matthias Altenmüller: War Hector Berlioz epilepsiekrank? Ein Zwischenbericht
  • Dominique Catteau: Hector Berlioz à Bayreuth, ou Berlioz, Wagner et Nietzsche
  • Susanne Vill: Auf der Suche nach der verlorenen Seele - Das Klangbad der Massen bei Berlioz und Wagner
  • Lesley A. Wright: Berlioz, Wagner and the Concept of French Genius
  • Rainer Schmusch: Wagner und die Instrumentationslehre von Berlioz
  • Peter Jost: Berlioz und Wagner in den Schriften von Richard Pohl
  • Hans Vaget: Late Love. Thomas Mann Discovers Berlioz
  • Peter Bloom: Berlioz, Wagner and Politics
  • Udo Bermbach: Was heißt "deutsch" bei Richard Wagner?

Berlioz und die Deutschen

  • Oliver Vogel: Von zwei deutschen Wurzeln der Symphonie fantastique
  • Arnold Jacobshagen: Berlioz' Ouvertüren in der deutschen Musikkritik
  • Jürgen Maehder: Hector Berlioz als Chronist der Orchesterpraxis in Deutschland
  • Gabriele Buschmeier: "Le Jupiter de notre Olympe, l'Hercule de la musique." Aspekte zu Berlioz' Gluck-Rezeption
  • Jean-Pierre Bartoli: Berlioz, Reicha et la "Formenlehre"
  • Anselm Gerhard: Berlioz, l'imprévu und die klassizistische Odentheorie
  • Sabine Henze-Döhring: Hector Berlioz und Giacomo Meyerbeer
  • Maria Birbili: Zwischen Mythos und Historie. Berlioz' Beitrag zur Spätphase der Grand opéra
  • Monika Hennemann: "Ritter Berlioz" und "Prophet Mendelssohn" in der Rezeption ihres Zeitgenossen Griepenkerl
  • Cécile Reynaud: Regards sur la musique à programme chez Liszt et Berlioz
  • Elisabeth Schmierer: Faust-Vertonungen von Schumann und Berlioz
  • Thomas Schacher: Vom Paulus zum Saulus. Eduard Hanslicks Auseinandersetzung mit Berlioz
  • Hugh Macdonald: Hector Berlioz, Joseph Joachim and Johannes Brahms
  • Thomas Steiert: Berlioz auf den deutschsprachigen Opernbühnen im frühen 20. Jahrhundert

Das vollständige Inhaltsverzeichnis steht als PDF-Dokument bereit.

Cover

 

 

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