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Verlag Christoph Dohr Köln

aktualisiert
Montag, 02.01.2017 9:26

Komponist

Giacomo Meyerbeer

Giacomo Meyerbeer
 

Vita

Der deutsche Opernkomponist Meyerbeer stammte aus der wohlhabenden Bankiersfamilie Beer (eig. Jakob Liebmann Meyer Beer) in Berlin. Als Knabe erhielt er Klavierunterricht von Muzio Clementi und einem seiner Schüler, während er in Komposition von Zelter (1805-1807) und vom Abt Vogler(1810-1812) unterrichtet wurde. Sein Mitschüler bei Vogler war der junge Carl Maria von Weber, mit dem er sich anfreundete.

Um sein Klavierspiel und seine Kompositionstechnik zu verbessern, ging Meyerbeer nach Wien und dann nach Italien, wo ihn Rossinis "Tancredi" zu dem Versuch bewog, selbst italienische Opern zu schreiben. Durch den schlagartigen Erfolg dieser Werke ermutigt, reiste er 1826 nach Paris, um dort die 1824 in Venedig entstandene Oper "Il crociato in Egitto" aufzuführen. Den größten Teil seines Lebens verbrachte er von nun an in der französischen Hauptstadt. 1832 wurde er zum preußischen Hofkapellmeister ernannt, 1842 zum Nachfolger Spontinis als Generalmusikdirektor in Berlin. 1831 wurde seine Oper "Robert le Diable" (Robert der Teufel) aufgeführt, die die Serie von Meyerbeers Publikums- und Kassenerfolgen einleitete. 1836 folgte "Les Huguenots" (Die Hugenotten) und rissen Publikum und Kritiker zu Begeisterungsstürmen hin.

In vielen Aufführungen von Meyerbeers Werken wirkte Jenny Lind mit.
Der gefeierte Meister verwendete sich in Paris für den jungen Richard Wagner, dessen "Rienzi" er schätzte; in Berlin empfahl Meyerbeer den "Fliegenden Holländer" zur Aufführung. Wagner seinerseits bewunderte stets den Schluss des vierten Aktes der Hugenotten, fühlte sich aber später bemüßigt, das Jüdische in Meyerbeers Musik negativ zu beurteilen.

1848 erschien Meyerbeers drittes Erfolgswerk "Le Prophète" (Der Prophet); schon 1838 hatte er mit seinem großen Werk "L'Africaine" (Die Afrikanerin) begonnen, doch blieb die Oper 25 Jahre unvollendet. Sie wurde schließlich 1865, im Jahr nach Meyerbeers Tod, in einer sechsstündigen Vorstellung in Paris uraufgeführt. Meyerbeers Pariser Opern verbinden Stilelemente der italienischen, französischen und deutschen Oper. Die Publikumswirksamkeit seiner Werke verdankte er nicht zuletzt den effektvollen Textbüchern von Eugène Scribe. Zumindest in Deutschland traten Meyerbeers Opern bald hinter den Musikdramen Richard Wagners zurück.

 

 


Titel in der Edition Dohr

Pater noster (ca. 1857)
für vierstimmigen gemischten Chor

hrsg. von Thomas Schwarz

Partitur, zgl. Chorpartitur

M-2020-0170-7 EURO 6,80; ab 15 Expl. je EURO 3,30; ab 25 Expl. je EURO 2,50)


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Titel im Verlag Dohr

Michael Heinemann

Trend. Giacomo Meyerbeers historische Farben

in: ders: Der Komponist für Komponisten. Bach-Rezeptionen vom 18. bis zum 20. Jahrhundert (= Bach nach Bach, Vol. 2)

208 S., Notenbsp., Register, Hardcover

ISBN 978-3-936655-71-1
EURO 29,80


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