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Verlag Christoph Dohr Köln

aktualisiert
Montag, 24.04.2017 11:41

Komponist

Charles-Marie Widor

Charles-Marie Widor
 

Vita

Der französische Organist, Komponist und Musikpädagoge Charles-Marie Jean Albert Widor (1844-1937) wuchs in seiner Geburtsstadt Lyon auf. In eine musikalische Familie hineingeboren, erhielt er den ersten Orgelunterricht von seinem Vater. Schon mit 11 Jahren wurde Widor Organist der Kapelle seiner Schule und konnte seinen Vater an der Kirche Saint-François in Lyon vertreten. In Brüssel nahm Widor kurzzeitig Orgelunterricht bei Jacques-Nicolas Lemmens und lernte bei François-Joseph Fétis Kontrapunkt, Fuge und Komposition.

Um 1870 zog Widor nach Paris, wo er zum Titular-Organisten von Saint-Sulpice ernannt worden war. Diese Stellung hatte er 64 Jahre lang inne. Die klanglichen Möglichkeiten der Cavaillé-Coll-Orgel von 1862 inspirierten Widor zu seinen Orgelsinfonien. Ende 1890 löste Widor César Franck als Orgel-Professor am Pariser Konservatorium ab, und im Oktober 1896 erhielt er die Leitung der Kompositionsklasse des Konservatoriums.

Widor war als Komponist und Pädagoge hoch angesehen und wurde vielfach geehrt. Nach dem Ersten Weltkrieg schwand allerdings schon zu seinen Lebzeiten das Interesse an Widors der spätromantischen Tradition verhafteten Musik, die als nicht mehr zeitgemäß empfunden wurde. Auch seine konservative Haltung wurde ihm zunehmend zum Vorwurf gemacht.

Widor komponierte nicht nur für "sein Instrument" (an erster Stelle sind hier die zehn Orgel-Sinfonien zu nennen) und Messen (z.T. wie die Orgelwerke an die Möglichkeiten in St. Sulpice angepasst), sondern auch zahlreiche Bühnenwerke (Opern, Ballette), Kammermusik und Orchesterwerke.

Titel in der Edition Dohr

 

 


Titel in der Edition Dohr

Allegro cantabile
aus der Orgel-Sinfonie Nr. 5 f-Moll op. 42 Nr. 1

für Flöte und Orgel bearbeitet von Heinz-Peter Kortmann

Partitur und Stimme

M-2020-3491-0
EURO 15,80


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