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Verlag Christoph Dohr Köln

aktualisiert
Montag, 02.01.2017 9:26

Komponist

Erich Sehlbach

Erich Sehlbach
 

Vita

Am 18. November 1898 wurde Erich Sehlbach als Sohn einer Kaufmannsfamilie in Barmen (heute zu Wuppertal) geboren.
Da seine privaten Klavier- und Gesangsstudien äußerst vielversprechend verliefen, fand er 1919 Aufnahme am Leipziger Konservatorium. Nach dem Studium der Fächer Musiktheorie, Gesang und Klavier u.a. bei Wolfgang Geist, Stephan Krehl und Max Ludwig arbeitete Sehlbach von 1925 bis 1927 als Musikkritiker in München, wechselte dann für ein halbes Jahr nach Halberstadt und folgte schließlich im Frühjahr 1928 einem Ruf an die gerade in Essen gegründete Folkwang-Schule. In diesem Institut, das kurz vor Sehlbachs Emeritierung im Jahre 1964 zur Hochschule erhoben wurde, galt sein musikpädagogisches Engagement den Schülern der Opern- und Kompositionsklassen. Der bis heute ausgezeichnete Ruf der Folkwang-Hochschule als "Künstlerschmiede" gründet sich nicht zuletzt auch auf das unermüdliche Wirken von Erich Sehlbach.

Obgleich Erich Sehlbach stets regen Anteil an musikalischen Entwicklungen nahm, vermied er eine eigene Festlegung auf eine stilistische Richtung.
Epigonentum war ihm zutiefst zuwider. Lieber lebte und wirkte er still und zurückgezogen, wie es seinem Naturell entsprach, in seinem kleinen, behaglichen Domizil im altehrwürdigen Werden am Baldeneysee. Erfolg, der ihm nie beständig, aber punktuell oft reichlich vergönnt war, war ihm weniger wichtig als das konsequente Bemühen um einen eigenen Weg.

Mit Ausnahme der Sakralmusik hat sich Erich Sehlbach allen musikalischen Gattungen zugewandt. Für seine sehr zahlreichen Klavierwerke fand er in seiner Frau, der Konzertpianistin Irma Zucca-Sehlbach, die ideale Interpretin. Neben Werken von außerordentlicher künstlerischer Reife finden sich in seinem umfangreichen, von ungebrochener Schaffenskraft bis in hohe Alter zeugenden Werkverzeichnis auch wertvolle Stücke für das Laienmusizieren. Da über die Musik hinaus der Dichtkunst sein Interesse und Können galt, vertonte Sehlbach bei einigen seiner Lieder, Chorsätze und Opern eigene Texte. Für sein Werk erhielt Erich Sehlbach neben vielen anderen Ehrungen 1952 den Kunstpreis der Stadt Wuppertal.
Am 31. Oktober 1985 verstarb der feinsinnige Komponist nach schwerer Krankheit unweit der Stätte seines jahrzehntelangen Wirkens.

© Michael Wehling/edition dohr köln

Der Nachlass Erich Sehlbachs wurde in den 1990er-Jahren von Michael Wehling betreut. Nach dem Tode von Sehlbachs Frau, der Konzertpianistin Irma Zucca-Sehlbach, entzogen die Erben ihm die Betreuung und legten damit auch die von ihm betriebene Website www.erich-sehlbach.de still.

 

 


Titel in der Edition Dohr

Coverabbildung Inhalt

Kleine Serenade (1940)

für Oboe, Klarinette und Fagott

Partitur und Stimmen

M-2020-0380-0
EURO 9,80

Coverabbildung Inhalt

Musik für Flöte und Klavier op. 28 (1936)

Partitur und Stimme

M-2020-0378-7
EURO 8,80

Coverabbildung Inhalt

Musik für Klarinette und Klavier op. 29 (1936)

Partitur und Stimme

M-2020-0379-4
EURO 9,80

Coverabbildung Inhalt

Musik für Klarinette und Orchester op. 41 (1942)

(Besetzung: Klarinette solo, 2 Hörner, 2 Trompeten, Pauken, Streicher)

 

Partitur
M-2020-0564-4
EURO 16,80

Klavierauszug (Linckelmann) und Solostimme
M-2020-0565-1
EURO 16,80

Stimmenset
M 2020-1150-8
mietweise


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