© 1998-2017 by
Verlag Christoph Dohr Köln

aktualisiert
Montag, 02.01.2017 9:26

Komponist

Ernst Pepping

Ernst Pepping
 

Vita

Am 12. September 1901 in Duisburg geboren. Kindheit in Duisburg und Mülheim/Ruhr; 1916-1921 Besuch der Evangelischen Präparandenanstalt und des Staatlichen Lehrerseminars in Essen. Pepping legt die staatliche Lehrerprüfung ab.
 
1922 bewirbt sich Pepping um ein Kompositionsstudium an der Staatlichen akademischen Hochschule für Musik in Berlin. Von Franz Schreker abgelehnt, erhält Pepping die Möglichkeit, bei dem Schreker-Schüler und 1922 an die Hochschule berufenen Walter Gmeindl zu studieren. Ins Jahr 1922 datiert die früheste erhaltene Komposition, nämlich eine "Serenade für Streichquartett". Mit Erringen des Kompositionspreises der Felix-Mendelssohn-Bartholdy-Stiftung (gemeinsam mit Ignaz Strasfogel) schließt Pepping 1926 sein Studium ab. Er kehrt nach Mülheim/Ruhr zurück und betätigt sich in den folgenden Jahren als freischaffender Komponist. Es entstehen mehrere Konzerte und kammermusikalische Werke (unveröffentlicht). Im Juli 1926 folgt Pepping einer Einladung Paul Hindemiths zu den "Donaueschinger Musiktagen". Dort gelangen seine "Kleine Serenade für Militärorchester" und seine "Suite für Trompete, Alt-Saxophon und Tenor-Posaune" zur Uraufführung.
 
1927-1931: Regelmäßige Teilnahme an den Tonkünstler- und Musikfesten für zeitgenössische Musik (1927 Krefeld, 1928 Baden-Baden, 1929 Duisburg und Baden-Baden, 1930 Lüttich, 1931 Bremen).
 
1929-1930: Tätigkeit als Filmmusikarrangeur und -komponist bei der Grammophon-Cinema in Berlin. Erhalten ist nur eine Filmmusik mit dem Titel „La Marche des machines“. Erstmals erscheinen Werke bei den Verlagen B. Schott's Söhne, Mainz (1929) und Georg Kallmeyer, Wolfenbüttel (1930) im Druck.
 
1934 wird Pepping hauptamtlicher Lehrer für Harmonielehre, Kontrapunkt und Partiturspiel an der Evangelischen Schule für Volksmusik (später Kirchenmusikschule) am Evangelischen Johannesstift in Berlin-Spandau; 1935-1938 Lehrbeauftragter an der Hochschule für Musik in Berlin. 1938 ist Pepping für eine Professur im Gespräch. Pepping lehnt ab.

1937 heiratet Pepping Marianne Scheinpflug, die Tochter des Komponisten und Generalmusikdirektors Paul Scheinpflug.

1939-1945: Das Johannesstift bleibt vom Krieg weitgehend verschont. Nach der Einberufung des Schulleiters Gottfried Grote zur Wehrmacht übernimmt Pepping von 1943 bis 1945 kommissarisch die Leitung der Kirchenmusikschule. Glückliche Umstände verhindern seine Einberufung zum Volkssturm 1945. 1947 Ernennung zum „Professor der Kirchenmusik“ durch die Evangelische Kirche der altpreußischen Union; 1948 erhält Pepping den „Berliner Kunstpreis für Musik“.
 
1953 wird Pepping als Professor für Komposition an die Staatl. Hochschule für Musik in Berlin berufen. Von 1954 an leitet er die Abteilung „Komposition und Tonsatz“; 1955 „Buxtehude-Preis“ der Hansestadt Lübeck. Im gleichen Jahr erhält Pepping den „Robert-Schumann-Preis“ der Stadt Düsseldorf. Die Verleihung findet anlässlich der Uraufführung des "Tedeum" 1956 in Düsseldorf statt.
 
1961 Pepping wird zum philosophischen Ehrendoktor der Freien Universität Berlin ernannt;  
1962 Musikpreis der Philharmonischen Gesellschaft Bremen; 1964 Musikpreis der Bayerischen Akademie der Schönen Künste.
 
1968 beendet Pepping seine Hochschultätigkeit. Mit den "Praeludia-Postludia" stellt Pepping etwa zeitgleich seine kompositorische Tätigkeit ganz ein. Er erteilt weiterhin sporadisch Unterricht an der Berliner Kirchenmusikschule und an Privatschüler.
 
1971 Ehrendoktor der Kirchlichen Hochschule Berlin; 1978 Verleihung der "Karl-Straube-Plakette" durch den Zentralrat des Verbandes evangelischer Kirchenmusiker.

1981 Tod am 1. Februar in Berlin-Spandau. Der kompositorische Nachlass Ernst Peppings gelangt in die Staatsbibliothek Preußischer Kulturbesitz.

 

 


Titel im Verlag Dohr

Pepping-Studien

herausgegeben im Auftrag der Pepping-Gesellschaft von Anselm Eber und Michael Heinemann

Band 2

Angela Sauerland

Unterhaltung mit Belehrung
Das „Lob der Träne“ von Ernst Pepping

68 S., Notenbsp., kart.

ISBN 978-3-925366-69-7
vergriffen, Nachdruck i. V.

Band 3

"Für die Zeit – gegen den Tag"

Die Beiträge des Berliner Ernst-Pepping-Symposions, 9. bis 13. Mai 2001, hrsg. von Michael Heinemann

291 S., Notenbsp., Bibliographie, kart.

ISBN 978-3-925366-88-8
EURO 49,80

Band 4

Die Messkompositionen von Ernst Pepping

hrsg. von Sven Hiemke

237 S., Notenbsp., Literaturverzeichnis, kart.

ISBN 978-3-925366-94-9
EURO 39,80

Band 5

Anselm Eber

Ernst Pepping - Biographie eines Komponisten in Berlin

588 S., Abbildungen, Personenlexikon, Register, kart.

ISBN 978-3-936655-36-0
EURO 49,80


zurück zum Seitenanfang