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Verlag Christoph Dohr Köln

aktualisiert
Dienstag, 10.09.2019 13:11

Komponist

Karl Höller

 

Vita

Karl Höller (1907-1987) entstammt einer traditionsreichen Kantorenfamilie aus Bamberg. 1927 ging er nach München, um an der Akademie der Tonkunst bei Joseph Haas die Fächer Komposition und Musiktheorie zu studieren. Parallel erfolgte eine Ausbildung zum Organisten (Emmanuel Gatscher) und zum Dirigenten ( Siegmund von Hausegger).

Nach dem Gewinn des Felix-Mottl-Preises 1931 begann Höllers Aufstieg zu einem der erfolgreichsten Komponisten seiner Generation. 1942 Beitritt zur NSDAP. Vor einem Kriegseinsatz bewahrte ihn die Aufnahme in die von Hitler unterzeichnete Gottbegnadeten-Liste der wichtigsten Komponisten.

Nach Ende des Krieges war Höller sehr produktiv. 1949 wurde er als Professor an die Musikhochschule in München berufen; zahlreiche Auszeichnungen folgten.
Höller gehörte dem Aufsichtsrat der GEMA an (seit 1949). 1954 wurde er Vorstandsmitglied der deutschen Sektion des Internationalen Musikrates der UNESCO.

Karl Höller schrieb Werke aller Gattungen, mit Ausnahme der Oper. Obwohl er ursprünglich von der Orgel her kam, komponierte er überwiegend Orchester- und Kammermusik. Viele seiner Orchesterwerke sind nachträglich orchestrierte Kammermusik- oder Klavierwerke.

In seinen Werken verschmilzt er Anregungen alter Polyphonie (Palestrina, Sweelinck, Bach), der Spätromantik (Bruckner und Reger), des französischen Impressionismus (Debussy) sowie der Musik der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts (Schönberg, Hindemith, Jazz usw.).

Titel im Verlag Dohr


Titel im Verlag Dohr

Axel Flierl

Karl Höller
und die choralgebundene Orgelmusik in Deutschland 1929-1949

486 S., zahlreiche Notenbsp., Werkverzeichnis, Register; Hardcover

ISBN 978-3-86846-152-7
EURO 59,80


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