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Verlag Christoph Dohr Köln

aktualisiert
Montag, 02.01.2017 9:26

Komponist

Johann Conrad Hemmis

 

Vita

Johann Conrad Hemmis wurde vermutlich 1727 in Eikelohe geboren. Über seine Herkunft und seine musikalische Ausbildung ist nichts Näheres bekannt. Im Jahre 1744 erhielt er eine Anstellung als zweiter Organist am Dom zu Osnabrück, wo er 1756 das Amt des Domkapellmeisters antrat, das er bis zu seinem Tode am 24. April 1786 innehatte.

Über die Grenzen Osnabrücks hinaus bekannt wurde Hemmis als Schöpfer der Liedweisen zum Gesangbuch von Rudolph Deutgen, in der ersten Auflage 1781 in Kassel erschienen unter dem Titel "Neue Melodien zum neuen katholischen Gesangbuche zur Belehrung und Erbauung der Christen". Als Domkapellmeister schrieb Hemmis geistliche Arien, Duette und Messen. Von seinen Klavierwerken ist lediglich die vorliegende Sonaten-Sammlung erhalten, die eine umfassende Beherrschung eines aus vielfältigen Bausteinen zusammengesetzten Kompositionsstils erkennen lässt und vor allem für den galanten Stil paradigmatisch erscheint.

Das nach Auskunft von RISM bisher einzige nachweisbare Exemplar des Drucks der "Sechs Clavier-Sonaten" gelangte 1991 durch eine Schenkung der Familie Ebert aus Leiperzell bei Feuchtwangen in das Sängermuseum Feuchtwangen. Es dürfte aus dem Besitz von dessen Ur-Ur-Großvater Johann Georg Ebert (1796-1872) stammen, der auch Organist in Steinberg an der Brunst bei Leutershausen war und in dessen Nachlass sich Musikalien aus der Zeit um 1800 fanden.

 

 


Titel in der Edition Dohr

Coverabbildung Inhalt

Sechs Klaviersonaten

Revidiertes Faksimile des Erstdruckes mit kritischem Bericht (Brusniak/Feuchtwanger)

M-2020-0954-3
EURO 19,80


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