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Verlag Christoph Dohr Köln

aktualisiert
Montag, 02.01.2017 9:26

Herausgeber

Dr. Holger Eichhorn

Holger Eichhorn
 

Vita

Dr. Holger Eichhorn gilt als eine der führenden und richtungsweisenden Persönlichkeiten der Alte-Musik-Szene. Mit seiner Radikalität bei der Umsetzung von Klang-, Sprache-, Affekt-, Struktur- und Dramaturgie-Prinzipien hat er sich einen international geachteten Namen gemacht.

Holger Eichhorn wurde am 22. August 1942 in Bromberg (heute Bydgosz) geboren; aufgewachsen in einem außerordentlich musikliebenden Pfarrershaus bei Bremen; zunächst Violin-Unterricht, humanistisches Gymnasium, bald erster Umgang mit Blechblasinstrumenten (kirchlicher Bläserchor); gegen Ende der Schulzeit aktives Engagement für damals zeitgenössische Jazzmusik. Nach dem Abitur Pflegedienst (Diakonisches Jahr), danach Studium der Komposition an der HdK Berlin, an der FU Medizin und Theologie; seitdem erste Experimente mit historischen Instrumenten; autodidaktisches Studium des Zinken (Cornetto); 1967 Studium der Musikwissenschaft an der Freien Universität Berlin (bei Rudolf Stephan, Reinhold Brinckmann, Arno Forchert u.a.); dann später absolvierte Promotion (Giovanni Gabrieli: Stilkritische Studien zum Spätwerk in deutschen Quellen des 17. Jahrhunderts); damals bereits entstanden in zunehmendem Maß freiberufliche musikwissenschaftliche Tätigkeiten (Vorträge, Seminare, Führungen/Demonstrationen u.a.) und professionelle Aktivitäten als ausübender Musiker, die mehr und mehr in den Vordergrund traten.
 
Seit Ende der 1960er-Jahre zunehmende Konzert- und Rundfunk/Schallplatten-Aufnahmen (Sende-Anstalten und Plattenfirmen): als Zinken-Solist mit verschiedenen Ensembles und Chören, von Beginn der 1970er-Jahre an überwiegend als Ensemble-Leiter; gegen Mitte der 1970er-Jahre Gründung der Musicalischen Compagney – mit dem dezidierten Ziel einer stringent ergiebigen Koordination von streng wissenschaftlichem Ansatz und musikantischer Beweglichkeit und Transparenz zu möglichst lebendiger Präsentation. Mit der Gründung der Musicalischen Compagney verband er seine persönliche Aufgabe als Vermittler zwischen wissenschaftlich erarbeiteter Erkenntnis und praktisch experimenteller Neugierde. Sein Interesse als musikalischer Leiter (in Produktion und Konzert) und Forscher (mit zahlreichen Veröffentlichungen und Studien) gilt vornehmlich jenem Feld, welches durch die Sequenz der Komponisten Gabrieli – Schütz – Rosenmüller abgesteckt ist.

Neben seiner Lehrtätigkeit (Gastdozentur an verschiedenen Musikhochschulen) und Funktion als Autor musikwissenschaftlicher Bücher und Beiträge und Herausgeber von Musikalien des 17. Jahrhunderts, neben Vorträgen und Rundfunkarbeiten ist er vorrangig für die Koordination, Programmentwicklung und Repertoire-Erschließung (Musik des späten 16. und 17. Jahrhunderts) der Musicalischen Compagney (1972/1974 Gründung) verantwortlich. Seine Widerspruchs-Philosophie „je historisch präziser, desto lebendiger“ prägt seine ganze Arbeit. Auf dieser Grundlage und mit entsprechenden Intentionen war er maßgeblich beteiligt an der Gründung der Johann-Rosenmüller-Gesellschaft.
 
Ab 1969 enge Zusammenarbeit mit dem Staatlichen Institut für Musikforschung / Instrumenten-Museum Berlin (mit Hans Peter Reinecke: Experiment / Demonstration / Dokumentation...); sporadische Zusammenarbeit mit Theatern (z.B. 1975/76 mit Peter Stein/Schaubühne: umfangreiches Shakespeare-Projekt...); Schul- und Kinder-Projekte: mit u.a. RIAS, Schulsenat Berlin, musik og ungdom: Dänemark...).
 
Gegen Ende der 1970er-Jahre verstärkte Autoren-Tätigkeit (s.u.: Musikalische und musikwissenschaftliche Aktivitäten); zunehmend freie Dozenten-Betätigung: Einladungen an Musik-Hochschulen, Musikwissenschaftliche Institute und Kirchenmusikschulen zu Vorlesungen, Kursen, Seminaren... u.a. in Berlin, Bremen, Hamburg, Görlitz, Frankfurt am Main, Bologna, Pistoia, Rom, Basel, Zürich, Bern, Klagenfurt, Graz, Wien, Los Angeles, New York, Boston, Aarhus, Kopenhagen, Stockholm, Krakau, Warschau, Prag.

Schallplatten/CD-Aufnahmen seit 1968; 1987-1993: Gastprofessur für "Alte Musik, Interpretation und Aufführungspraxis" an der HdK Berlin; seither freiberufliche Tätigkeiten als Ensemble-Spieler und -Leiter, als Musikwissenschaftler (Autor, Dozent, Referent...), Rundfunkmitarbeiter; als Koordinator und Dramaturg sowie als Dirigent relevanter Projekte (inkl. ihrer musikologischen Auf-, Vor- und Nachbereitung als auch Begleitung, s.u.: Höhepunkte) wie z.B. H. Scheidemann: Sämtl. Orgelmotetten (inkl. ihrer Vorbilder: O. Lasso/H. L. Hassler...: 1996), Festmusik zum Westfälischen Frieden (1998), Gabrieli Tedesco (1997 und 1999), H. Schütz: Verkündigungs-Historia (Rekonstruktion, 2001), O. Lasso: Bußpsalmen (mit Tölzer Knabenchor: 2002 und 2004),  J. S. Bach: Stil’Antico-Motetten à 4 (2003). Neben diesen musikalischen  Aktivitäten Herausgebertätigkeit, u.a. ab Juni 2007: Rosenmüller-Gesamtausgabe.

 

 


Titel in der Edition Dohr

   

Johann Rosenmüller
Kritische Ausgabe sämtlicher Werke
hrsg. von Holger Eichhorn
 
in Verbindung mit
Johann Rosenmüller-Gesellschaft Berlin e.V.
Hochschule für Musik Carl Maria von Weber Dresden
 
Wissenschaftlicher Beirat
Prof. Dr. Werner Braun (†)
Prof. Dr. Martin Geck
Prof. Nikolaus Harnoncourt
Prof. Dr. Michael Heinemann

Jeder Band enthält Vorwort und einen ausführlichen kritischen Bericht. Die kritische Ausgabe übernimmt die originale historische Schlüsselung. Leinen

Editionsplan
Hier findet sich der Editionsplan als PDF-Dokument zum Betrachten und Abspeichern.

Inhalt, Besetzung und ausgewählte Beispielseiten der erschienenen Bände sind auf deren Sonderseiten (über das Cover verlinkt - in Vorbereitung) zu finden.
 
Subskription 
Rabatt bei Subskription der Gesamtreihe (Pfichtabnahme): 20% auf den gebundenen Ladenpreis.

Bisher erschienene Bände

Band 1

Kernsprüche I (Leipzig 1648)

hrsg. von Michael Heinemann

M-2020-2161-3
EURO 188,--

Band 2

Kernsprüche II (Leipzig 1653)

hrsg. von Michael Heinemann

M-2020-2162-0
EURO 198,--

Band 8

Vesperpsalmen 1: Dixit Dominus I-IV

M-2020-2168-2
EURO 198,--

Band 11

Vesperpsalmen 4: Laudate pueri I-V

M-2020-2171-2
EURO 178,--

Band 12

Vesperpsalmen 5: Laudate pueri VI-X

M-2020-2172-9
EURO 198,--

Band 13

Vesperpsalmen 6: Dilexi - Laudate Dominum I-II - Ad Dominum

M-2020-2173-6
EURO 138,--

Band 14

Vesperpsalmen 7: Levavi oculos - Laetatus sum I-III - Anhang: Alternativfassung zu Laetatus sum III

M-2020-2174-3
EURO 168,--

Band 15

Vesperpsalmen 8: Nisi Dominus I-IV - Beati omnes - De profundis clamavi

M-2020-2175-0
EURO 198,--

Band 16

Vesperpsalmen 9: Confitebor tibi Domine - Domine probasti me - Lauda Jerusalem Dominum I-II - Anhang: Generalbass-Materialien zu Lauda Jerusalem I; Lauda Jerusalem à 2

M-2020-2176-7
EURO 168,--


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