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Verlag Christoph Dohr Köln

aktualisiert
Montag, 02.01.2017 9:32

 

Valentin Rathgeber

Vesperae solennes de Dominica
für Soli, Chor, 2 Trompeten oder Hörner und Pauken ad lib., 2 Violinen und Basso continuo
(aus: Psalmodia vespertina op. 9, Augsburg 1732)

kritisch revidierte Neuausgabe von Josef Dahlberg

Partitur
M-2020-0599-6
EURO 39,80

Chorpartitur
M-2020-0602-3
EURO 7,80 (mind. 20 Expl.)

Stimmenset
M-2020-0603-0
EURO 49,80

Inhalt

  1. Domine ad adjuvandum
  2. Dixit Dominus
  3. Confitebor
  4. Beatus vir
  5. Laudate pueri
  6. Laudate Dominum
  7. Magnificat

Zur Ausgabe

1732 gab P. Valentin Rathgeber OSB bei Lotter in Augsburg seine "Psalmodia vespertina" als op. 9 heraus. Dieses Werk enthält: je eine Sonntagsvesper (solemnis, d.h. mit 2 Trompeten und Pauken ad lib., und brevis), eine Marienvesper, eine Apostelvesper, fünf weitere im Kirchenjahr vorkommende Psalmen, ein weiteres Magnificat und eine "solenne" Komplet.

Nach den 1723 als op. 2 beim selben Verleger herausgegebenen "Cornu-copiae vesperarum diversarum" ist dieses Werk der zweite Vesperband des Komponisten. Es ist dem Grafen Ernst von Montfort gewidmet, auf dessen Schloß am Bodensee sich der Komponist während seiner neunjährigen Kunstreise u.a. aufgehalten hat.

Die Besetzung besteht aus vierstimmig gemischtem Chor und Solistenquartett, zwei Violinen, Violoncello, Orgel, dazu ad libitum zwei Trompeten oder Hörner in C und zwei Pauken in C und G. Auch wenn nicht ausdrücklich gefordert, so zeigen verschiedene Stellen, an denen der Tenor tiefer als der Baß liegt, daß Rathgeber doch die 16'-Lage des Instrumentalbasses (Violone, Kontrabaß, evtl. nur 16'-Orgelregister für die linke Hand) voraussetzt.

Der ganze Satz ist bewußt einfach gehalten, so daß man weder für das Soloquartett noch für den Instrumentalpart unbedingt auf professionelle Kräfte zurückgreifen muß. Die "Zielgruppe" Rathgebers waren nicht die Chöre der Dom- und Schloßkirchen, sondern primär die der finanziell weniger gut gestellten Pfarrkirchen. Daß sein Konzept aufging, beweist die außerordentlich weite Verbreitung seiner Werke. Bei der für heutige Verhältnisse kaum vorstellbaren Vielzahl "musikalischer" (d.h. unter der Mitwirkung von Chor und Orchester stattfindenden) Gottesdienste der damaligen Zeit, werden auch die stets auf Repertoireerweiterung bedachten bessergestellten Chöre gern auf seine Werke zurückgegriffen haben. (Josef Dahlberg)

Umfang des Stimmensets: 3/3/0/2/1-Harmonie, Orgel

Cover

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Vier Stücke sind auch als Einzelausgaben lieferbar.

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ausgezeichnet mit dem
Deutschen Musikeditions-Preis 1999

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

 

 


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