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Verlag Christoph Dohr Köln

aktualisiert
Montag, 02.01.2017 9:32

 

Henning Frederichs

Cantus. Vier Tageszeiten (1989/93)

für Klavier

M-2020-0374-9
EURO 12,80

Zum Werk

In den vorliegenden Klavierstücken klingen Liedmelodien und Motive aus symphonischer bzw. oratorischer Literatur an, die den einzelnen Tageszeiten zugeordnet sind:

  1. Im "Cantus Matutinus" ist es der "Morgengesang" aus Christian Fürchtegott Gellerts "Geistlichen Oden und Liedern", der - mit einer Melodie von Michael Praetorius versehen - noch heute viel gesungen wird. (Gegliedert wird das Stück durch den "Amselruf" aus meinem Oratorium "Petrus").
  2. Beim "Cantus Meridianus" läßt Ambrosius Lobwassers "Die Sonn hoch an dem Himmel steht" in Johann Crügers Vertonung - auch durch ein Zitat aus Claude Debussys "La Mer" - weniger an "Glanz" als an quälendes Gleißen der Mittagshitze denken.
  3. Der "Cantus Vespertinus" versteckt den cantus firmus "Hinunter ist der Sonnen Schein" von Melchior Vulpius mehr, als daß es ihn verarbeitet. Seine auch friedliche Seite wird jedoch im Mittelteil durch eine Reminiszenz aus Johann Sebastian Bachs "Matthäus-Passion" hervorgehoben.
  4. Im "Cantus Nocturnus" ist es das nächtliche Brausen einer gespenstischen Jagd, das Philipp Nicolais Lied "Wachet auf, ruft uns die Stimme" und vor allem die Zeile "Mitternacht heißt diese Stunde" heraufbeschwört, aber auch - durch eine Wendung aus Robert Schumanns "Fantasiestücken" - längst vergangene und so nicht wiederherstellbare Romantik wecken möchte. (Henning Frederichs)

Ausführbarkeit: leicht (Nr. 1), mittelschwer (Nr. 3), anstrengend (Nr. 2 und 4)

Cover

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