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Verlag Christoph Dohr Köln

aktualisiert
Donnerstag, 29.04.2021 12:59

 

Ferdinand Hiller

Messe C-Dur op. 104
für vier gemischte Stimmen und Orgel (ad libitum)

Erstdruck, hrsg. von Florian Ilge

Partitur
M-2020-2601-4
EURO 26,80

Chorpartitur
M-2020-2602-1
EURO 14,80 (mind. 20 Expl.)

Zu dieser Ausgabe

Bis heute sind nur ansatzweise vollständige Werkverzeichnisse von Hillers Œuvre entstanden. Dies zeigt sich auch in der vorliegenden Messe, die vom Komponisten selbst als Opus 104 bezeichnet wurde, in bestehenden Verzeichnissen jedoch nicht aufzufinden ist. Die bisherigen Auflistungen nennen unter Opus 104 ein Konzertstück in A-Dur für Violoncello und Klavier. Es ist zu vermuten, dass dem Komponisten ein Schreibfehler oder Irrtum unterlaufen ist, denn bisher findet sich in den Verzeichnissen kein Opus 103 – vielleicht sollte dies der ursprüngliche Platz im Œuvre des Komponisten sein? Eine genaue zeitliche Einordnung des vorliegenden Werkes gestaltet sich derweil schwierig. In Hillers Tagebüchern gibt es keine Hinweise auf die Messe C-Dur mit Orgel ad libitum. Andere Veröffentlichungen naher Opera, die zu Lebzeiten des Komponisten entstanden sind, können auf den Zeitraum zwischen 1865 und 1873 eingegrenzt werden.

Wie in vielen seiner Werke, in denen Hiller von zeitgenössischen Musikkritikern ein Schwanken zwischen alt und neu angelastet wurde, ist auch die Messe nicht eindeutig einem Stil zuzuordnen. Es entsteht hier jedoch der Eindruck eines Werkes der Gebrauchsmusik, das sich nicht dem Cäcilianismus anzuschließen vermag, schon allein der unkonventionellen Besetzung wegen. Jene ist es auch, die einige Worte verdient. Der Titel lässt Raum für die Besetzungsstärke. Sind hier vier einzelne Stimmen gemeint oder hat auch die Titelei eine gewisse "Archaik", so dass eine Ausführung durch einen gemischten Chor impliziert ist? Die Anlage der Einzelsätze zeigt, dass beide Optionen denkbar werden, was die Messe in den verschiedensten Kontexten zu einer interessanten Gebrauchsliteratur macht. Obwohl die Begleitung der Orgel vom Komponisten im Titel als "ad libitum" bezeichnet wird, wird an dieser Stelle darauf hingewiesen, dass durch diese colla-parte-Begleitung durchaus Akzente gesetzt werden. (Florian Ilge)

Cover

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