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Verlag Christoph Dohr Köln

aktualisiert
Montag, 02.01.2017 9:32

 

Hans Uwe Hielscher

Berühmte Orgeln in den USA

360 Seiten, 175 Abb., Register, Hardcover

ISBN 978-3-925366-91-8
EURO 34,80

Was macht eine Orgel "berühmt"? Ist es ihre Größe, ihr Aufstellungsort oder Erbauer, die klangliche Eigenart oder ihre Spieler? Was amerikanische Orgeln betrifft, so ist die Antwort einfach: Es sind nicht wenige Instrumente, auf die alle genannten Kriterien zutreffen. Orgeln, die weit über die Grenzen des Landes hinaus bekannt, berühmt, ja berüchtigt wurden, von Mythen und Legenden umgeben. Stellen Sie sich vor, Sie betreten irgendwo in einer deutschen Großstadt ein großes Kaufhaus und werden von gewaltigen Kaskaden von Live-Orgelmusik umfangen. Undenkbar? In Philadelphia ist es seit Jahrzehnten Alltag: Die Orgel im traditionsreichen Kaufhaus Wanamaker (jetzt: Lord & Taylor) erklingt auch heute noch täglich zur Freude der Käufer und Touristen der Stadt. Natürlich dürfen in diesem Buch auch nicht solche Instrumente fehlen wie die "größte Orgel der Welt" (Atlantic City) sowie die erste aus Europa importierte große Konzertsaalorgel (Boston, heute in Methuen) oder die durch den legendären Virtuosen Virgil Fox bekannt gewordene Riverside-Orgel (New York), die zahlreichen historischen Instrumente in der Orgelstadt Boston, die fast unverändert erhaltenen orchestralen Orgeln der in ihrer Zeit so erfolgreichen Werkstätten Skinner und Aeolian-Skinner, die Millionen von Fernsehzuschauern vertraute große Orgel in der kalifornischen Crystal Cathedral oder die Orgeln in den Kathedralen von Washington DC, New York oder San Francisco.

Gewiss ist die in diesem Buch getroffene Auswahl subjektiv, berücksichtigt aber dennoch zumindest jene Instrumente, die selbst in Europa bekannt sind, und sei es nur vom Hörensagen. Darüberhinaus sind Orgeln verschiedener Epochen und Erbauer beschrieben, die entweder als wegweisende Marksteine in der Entwicklung des amerikanischen Orgelbaus gelten oder aber repräsentativ für eine bestimmte Ära stehen. Gemessen an der Größe des Landes und seiner Orgelvielfalt wird es verständlich erscheinen, dass im beschränkten Rahmen dieses Buches nicht noch weitere Instrumente berücksichtigt wurden, denen das Prädikat "berühmt" zustünde.

Man kann die Charakteristika all dieser Orgeln nur aus dem Zusammenhang der Entwicklungsgeschichte des amerikanischen Orgelbaus verstehen. Deshalb wird den Einzelbeschreibungen der Instrumente zunächst ein Überblick über drei Jahrhunderte amerikanischer Orgelbaukunst vorausgestellt, gefolgt von einigen Kurzinformationen über die wichtigsten Orgelbauer des 19. und 20. Jahrhunderts und ihre Tätigkeiten. Nach dem Hauptteil des Buches, den Einzelbeschreibungen der Instrumente, folgen einige Hinweise zu den Besonderheiten amerikanischer Spieltische. Für ein vertiefendes Studium wird auf das Literaturverzeichnis im Anhang hingewiesen. Leider gibt es bisher noch keine zusammenhängende und umfassende Darstellung zur Geschichte des amerikanischen Orgelbaus in deutscher Sprache.

Das Inhaltsverzeichnis steht als PDF-Dokument bereit.

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