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Verlag Christoph Dohr Köln

aktualisiert
Mittwoch, 28.06.2017 8:49

 

Joseph Haydn

Sieben Klaviersonaten
Hob. XVI:2a-e, g-h

Neufassungen von Thomas Enselein auf Grundlage der überlieferten Incipits aus Haydns Entwurf-Katalog (1765-1777)

Hardcover

M-2020-3600-6
EURO 39,80

Zu dieser Ausgabe

Von der Existenz der sieben verschollenen Klaviersonaten Hob. XVI: 2a-e und g-h wissen wir lediglich durch die Eintragungen in den sogenannten Entwurf-Katalog, dessen Hauptteil Ende 1765 entstand. Haydn führte den Katalog bis 1777 fort, indem er von Zeit zu Zeit die jeweils neu komponierten Werke ergänzte. Entstanden sind die Sonaten vermutlich in der Zeit zwischen 1766 und 1772. Die Tatsache, dass die Sonaten verschollen sind, wird häufig mit dem Brand, dem Haydns Haus in Eisenstadt im Jahr 1768 zum Opfer fiel, in Verbindung gebracht.

Der Zeitraum 1766 bis 1772 deckt sich ziemlich genau mit der häufig, jedoch nur unzureichend charakterisierend "Sturm und Drang-Zeit" genannten Schaffensphase des Komponisten, die den Höhepunkt einer Phase intensiven Experimentierens und Suchens nach neuen Wegen auf fast allen für Haydn besonders bedeutsamen Gebieten der Instrumentalmusik, der Symphonie, dem Streichquartett und der Klaviersonate, bildet.

Da die Eintragungen im Entwurf-Katalog lediglich die ersten zwei bis vier Takte der je ersten Sätze der Sonaten wiedergeben, musste der Verfasser nicht nur den restlichen Verlauf der Eröffnungssätze weitgehend selbst "erdichten", er war auch bei der Gesamtanlage der Sonaten (Anzahl und musikalischer Inhalt der übrigen Sätze) insofern auf sich allein gestellt, als der Entwurf-Katalog hierüber keine Auskunft gibt. Als stilistische Vorbilder dienten naturgemäß die im genannten Zeitraum komponierten und erhaltenen Sonaten. Darüber hinaus hat der Verfasser versucht, eine möglichst große Bandbreite der verschiedenen Formen, die in Haydns Musik dieses Zeitraums zu finden sind, abzubilden. Ebenso differenziert und zur Nachahmung herausfordernd ist der Abwechslungsreichtum der Satztechniken, die Haydn verwendet. Dem Vorbild Haydns folgend sind vor allem die dynamischen Angaben auf ein Minimum reduziert und sollen bewusst Raum zur eigenen fantasievollen Interpretation lassen. (Thomas Enselein)

Alle sieben Sonaten erscheinen auch als Einzelausgaben in der Edition Dohr:

"Nach einer anfänglichen Skepsis gegenüber Vervollständigungen haben mich aber die Arbeiten von Thomas Eseleien sehr positiv überrascht. Beim ersten Durchspielen überzeugte nicht nur das klangliche Ergebnis, sondern bei näherer Beschäftigung beeindruckten uns auch die Stilsicherheit und die kompositorische Raffinesse von Herrn Enselein." (Prof. Gerald Hambitzer, Hochschule für Musik und Tanz Köln, in einer E-Mail an Verleger Christoph Dohr am 16. März 2017)

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